Spendenprojekt, um 200 Kindern im Jemen das Leben zu retten

Go For Climate e.V. unterstützt seit Jahren Projekte, in denen 100% der gespendeten Gelder auf effektivste Art und Weise direkt an die bedürftigen Menschen gehen. In diesem Jahr wollen wir unser größtes und wohl wichtigstes Projekt starten und so lange daran arbeiten, bis wir unser Ziel erreicht haben: 200 Kindern im Jemen das Leben zu retten, durch dauerhafte Spenden von 10 Euro – wir suchen also mindestens 300 Spender um 200 Kinder zu retten, ja wahrscheinlich muss man „retten“ sagen.

Für die meisten der 28 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner ist das Leben im Jemen mittlerweile unerträglich. Rund 400.000 Mädchen und Jungen unter fünf Jahren sind unterernährt und könnten in diesem Jahr sterben, wenn sie keine Hilfe bekommen.

Daher hat sich unser Verein dazu entschlossen im nächsten Projekt den Kindern und Menschen im Jemen zu helfen. Das Wichtigste und Schwierigste dabei war, den richtigen Partner vor Ort zu finden, denn was wir absolut nicht wollen, ist, dass die Spendengelder in lokale Strukturen (für Büromiete, Autos etc.) und lokale Mitarbeiter fließen, sondern zu 100% NUR in Essen für Kinder und andere stark unterernährte Personen fließen.

Nach langen Recherchen und Gesprächen mit einigen Organisationen, haben wir Frau Dr. Ashwaq Mahram gefunden. Sie wurde 1975 im Jemen geboren, absolvierte 2001 ihr Studium der Medizin und ist seit 2003 vor allem als Frauen – und Kinderärztin tätig. Im Jahr 2016 entschied Sie sich trotz Krieg im Jemen zu bleiben, um für die Kinder und Menschen ihrer Region da zu sein. Sie war eine der ersten Personen, die in Dörfer ging und dort die verheerende Lage der Kinder aufdeckte. Dafür erhielt sie im Jahr 2016 von BBC die Auszeichnung als eine der 100 Heldinnen des Jahres. BBC berichtete auch ausführlich über die aufopfernde Arbeit von Dr. Mahram. Aktuell ist Dr. Mahram die Stellvertreterin des Leiters des allgemeinen Gesundheitsamtes in Al Hodeadah und Koordinatorin des Obersten Rates für Mütter und Kinder.

Nach ihren zahlreichen Auszeichnungen erhielt sie Spenden für Ihre Arbeit, aber mit der Zeit ebbte das Interesse wieder ab. Ihr größtes Problem ist nun, regelmäßig genug Spenden zu erhalten um Zusatznahrung für 120 – 150 Kinder, die jeden Donnerstag in Ihre Praxis kommen und für die Kinder, die Sie in den Dörfern sucht und versorgt, zu erhalten. In den Dörfern sind auch viele ältere Menschen so stark unterernährt, dass ihr Leben gefährdet ist. Für beide Aktivitäten (Nahrungsversorgung Donnerstags in der Praxis und Fahrt einmal pro Woche in Dörfer) benötigt Dr. Mahram 3000 Euro monatlich und kann damit ca. 200 Kinder dauerhaft versorgen.
Leider erhält Sie nur unregelmäßig Spenden und muss jeden Monat bangen, manchmal auch eigene Wertgegenstände verkaufen. Daher haben wir uns als Ziel gesetzt 300 Spender zu finden, die jeweils 10 Euro spenden, sodass Dr. Mahram jeden Donnerstag ihre Kinder in der Praxis versorgen kann und auch genug Geld hat, um einmal pro Woche in ein Dorf zu reisen und dort Essen zu verteilen. Dies ist außerdem ein gefährliches Vorhaben für Dr. Mahram, da Sie in einem Kriegsgebiet lebt und auf ihren Fahrten in den Dörfern jederzeit auch in ein Kriegsgeschehen geraten könnte.

Ich, Marilyn Heib, die Gründerin von Go For Climate e.V., hatte bisher immer die Möglichkeit unsere Spenden selbst vor Ort zu bringen. COVID und Krieg lassen das nicht zu. Ich habe mir schwer getan, einem Menschen zu vertrauen, das Geld wirklich richtig einzusetzen. Nach langen Recherchen, Telefonaten mit einem Arzt der durch Ärzte ohne Grenzen vor Ort war und Gesprächen mit anderen Hilfsorganisationen, habe ich letztlich Ashwaq gefunden (Dr. Mahram). In meinen Telefonaten mit Ashwaq musste ich immer weinen. Sie hat ihre Kinder mit deren Vater in Sicherheit geschickt und sich dafür entschieden bei „ihren Kindern“ im Jemen zu bleiben. Wenn Sie mir erzählte, wie die Menschen leiden, und dass sie nie genug Geld hat, allen ausreichend zu helfen und enttäuscht ist von der Weltengemeinschaft, dann konnte mich das nur zum Weinen bringen. Ich habe allergrößten Respekt vor dieser Frau, die alles hinter sich gelassen hat und sich auf ihren Reisen in die Dörfer in größte Gefahr bringt, aus purer Menschlichkeit.
Wir alle haben viel um die Ohren, unser tägliches Leben und der Stress aufgrund von COVID. Aber es gibt Menschen dort draußen, für die 10 Euro im Monat überleben heißt. Wir können nicht die ganze Welt retten, aber jeder von uns kann 1 Person retten. Daher hoffe ich, dass ich viele unter Ihnen finde, die genauso denken und 10 Euro (oder mehr) erübrigen können als dauerhafte monatliche Spende. Ich selbst spende natürlich auch und werde versuchen, sobald es möglich ist, auf eigene Kosten ins Land zu reisen und auch zwischendurch zusammen mit Dr. Mahram die Lage stets zu dokumentieren. Und für die, die sich ein persönliches Bild von Dr. Mahram machen wollen, werden wir am Donnerstag den 29ten April um 18 Uhr eine Zoomvideokonferenz veranstalten, bei der Dr. Mahram sich nochmals vorstellen und Fragen beantworten wird.

Wenn Sie mitmachen wollen, dann senden Sie Ihre Spende als Dauerauftrag an:
Go For Climate e.V.
IBAN: DE67 5935 1040 0000 208264
BIC: MERZDE55XXX
Betreff: Spende für Kinder im Jemen

Vielen Dank im Namen von Dr. Ashwaq Mahram und den Menschen im Jemen, denen Sie zur Seite steht.

Ihre Marilyn Heib für Go For Climate e.V.

Bilder:
Wir haben einige Bilder von Dr. Mahram erhalten, die extremst unterernährte Kinder zeigten, die sie Gott sei Dank retten konnte. Wir möchten Sie damit verschonen, im Internet können Sie viele Bilder finden. Es st schlimm genug.
Daher haben wir uns auf diese 3 Bilder beschränkt, die einen kleinen Eindruck geben, ohne die Würde dieser Menschen vor Ort zu sehr zu verletzten.

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