Hamburger Klimaschutzbund

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100 Solarsysteme für die nötigste Stromversorgung in Maharda

Unser Engagement in Syrien geht weiter. Nachdem erfolgreich abgeschlossenen Projekt in Aleppo war es uns ein Anliegen das Mindestmaß an Stromversorgung sicherzustellen. Da die Infrastruktur sowie Generatoren für Licht und Lademöglichkeiten in Aleppo soweit vorhanden sind, wandten wir uns weiter südlich nach Maharda.

Maharda ist eine Kleinstadt mit etwa 23.000 Einwohnern, die sehr von der Landwirtschaft geprägt ist. Angebaut werden vor allem Baumwolle, Trauben und Oliven. Zahlreiche Betriebe haben sich auf die Reparatur und Herstellung landwirtschaftlicher Maschinen spezialisiert. Die Stadt hat eine lange Geschichte, die bis in die Zeit der griechischen Besiedlung der Mittelmeerküsten reicht und aus der noch ein Tempel freigelegt wurde. Eine Brücke aus römischer Zeit ist ebenso noch erhalten.

Seit dem Beginn des syrischen Bürgerkrieges 2011 wurde auch Maharda nicht verschont. Bombenattentate, Entführungen, Folterung sowie bislang mehr als 7500 Granaten haben ihre Spuren in der Stadt und deren Bevölkerung hinterlassen. 260 Häuser wurden zerstört, 70 Menschen wurden getötet, darunter auch Frauen und Kinder. Es mangelt oft an der nötigsten Grundversorgung von Strom und Wasser. Eine mittlerweile hohe Arbeitslosigkeit belastet die Bevölkerung zusätzlich.

Trotz alledem möchte der Großteil der Einwohner ihre Heimat nicht verlassen. Sie sind besonders stolz auf die hohe Bildung der Jugend. Analphabetismus existiert nicht und mehr als 65% haben staatlich anerkannte Bildungsabschlüsse, die ihnen eine Einstellung andernorts erleichtern könnten. Wir wollten die Bevölkerung Mahardas daher mit unseren Mitteln soweit möglich unterstützen. Selbst wurden wir dabei vom Hamburger Klimaschutzfond mit 8500€ gefördert, um 100 Solaranlagen (Typ PSHS 2800) zur Verfügung zu stellen, die Licht spenden und die nötigsten Geräte aufladen, allen voran das Mobiltelefon, welches immer noch das wichtigste Kommunikationsmittel zu Freunden und Verwandten in der Stadt und dem restlichen Land ist. Auch dieses Mal arbeiteten wir mit einer Organisation vor Ort zusammen, die sich um die gerechte Verteilung der Anlagen kümmert. Unser Ansprechpartner ist Dr. Habib Flaha, der mit seiner Hilfsorganisation Learn Live Well nicht nur in Marhada, sondern auch dem restlichen Land Projekte unterstützt, die sich neben Aufbauarbeiten ebenso mit Gesundheitsmaßnahmen und Bildung auseinandersetzt.

Da Stromausfälle häufig vorkommen wurden die Module sehr positiv von den Familien in Maharda aufgenommen. Go for Climate e.V. möchte sich insbesondere beim Hamburger Klimaschutzfond für die finanzielle Unterstützung bedanken und auch unserem Helfer vor Ort, Dr. Habib Flaha, wird unser besonderer Dank zuteil. Wir hoffen auch in Zukunft mithilfe unserer Unterstützer, Partner sowie Spender weitere notwendige Projekte in Aleppo, Merhaba und anderen Orten der Welt unterstützen zu können.

Go For Climate e.V.
Konto-Nr: 217836
IBAN: DE31 5935 1040 0000 2178 36
BIC: MERZDE55XXX

 

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Perspektiven schaffen

Ein Ende der Kämpfe in Syrien ist nach wie vor nicht in Sicht, umso wichtiger ist es den Menschen vor Ort zu helfen, die nicht vor Krieg und Terror fliehen wollten oder konnten. Die Situation im befreiten Aleppo ist für die dort Lebenden noch immer gravierend. Der Aufbau geht voran, selbst wenn der Krieg nicht weit entfernt ist und gerade Vororte immer noch von Granaten getroffen werden, die aus Richtung der nur wenige Kilometer entfernten Kampfzone kommen. In unserem letzten Projekt konnten wir einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Verhältnisse junger Familien beitragen. Insgesamt wurden 2300€ per Western Union zu unseren Partnern vor Ort überwiesen, mit denen 72 Kleinkinder mit je acht Kleidungsstücken versorgt werden konnten. Die Kleidungsstücke wurden von einem Nähbetrieb in Aleppo selbst hergestellt, um so die dortige Wirtschaft zu unterstützen und drohende Armut zu bekämpfen.

Mit unseren Partnern wurde bereits das nächste Projekt abgestimmt. Insgesamt sollen mit Hilfe des Hamburger Klimaschutzfonds 100 kleine Solarmodule ausgegeben werden. Die städtische Infrastruktur Aleppos ist zerstört und wird nur langsam wiederaufgebaut, sodass viele Menschen keinen Zugang zu Strom besitzen. Straßenbeleuchtung fehlt fast vollständig und Mobiltelefone sowie anderes technisches Gerät werden über Dieselgeneratoren geladen, die von ganzen Nachbarschaften genutzt werden müssen. Die Solarmodule sind nachhaltiger und können im Wartungsfall leicht repariert werden. Sie sorgen durch die integrierten LED-Module für nächtliche Beleuchtung und sind in der Lage ohne Probleme Smartphones zu laden, die von größter Bedeutung sind, um den Kontakt zu Verwandten in den noch umkämpften oder abgeschnittenen Gebieten Syriens nicht abbrechen zu lassen.

Go for Climate e.V. möchte sich bei allen Unterstützern, Helfern und Spendern bedanken und hofft, auch in Zukunft auf Zuspruch bei unseren zahlreichen Projektideen zu stoßen.

Go For Climate e.V.
Konto-Nr: 217836
IBAN: DE31 5935 1040 0000 2178 36
BIC: MERZDE55XXX

 

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Publikation „der Klimaschatz“ – nun bald in den Läden

Das vom Hambujrger Klimaschutzfond und Go For Climate initiierte Buch zu den 55 besten Best Practise Beispielen ist nun fast fertig gestellt. Viele wirklich ganz tolle Beispiele wurden gefunden. Am 07.07.2011 wird das Buch nun vorraussichtlich in den Läden stehen. Vorbestellungn zum Vorzugspreis können Sie mit Angabe der gewünschten Stückzahl an uns richten. Gerne senden wir vorab Informationen zur Publikation.

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55 Best practise Beipiele

Go For Climate wird nächstes Jahr zusammen mit dem Hamburger Klimaschutzfond eine Publikation zum Thema – 55 Best practise Beispiele das Klima zu schützen und dabei Jobs und Vermögen zu schaffen – veröffentlichen.

Ziel ist es

  • auf einfachste und sehr illustrative Art und Weise darzustellen, dass und wie Klimaschutz heute schon mit Energieeffizienz wirtschaftlich möglich ist
  • Bürger davon begeistern, mehr Energieeffizienzmaßnahmen durchzuführen/ zu fordern
  • Zeigen, dass in Deutschland ein riesiges Potential steckt €‘s und CO2 einzusparen und damit Jobs zu schaffen

Die geplante Auflage der Publikation beträgt 3000 – 5000 Stück, richtet sich an jeden Energieeffizienzinteressierten, für den einfache Broschüren für den Endverbraucher zu wenig sind und Fachlektüre zu viel ist. Bereits teilnehmende Firmen sind z.B. Siemens, Daikin, Juwi, Skysails, Soliterm, die Städte Münster und Aachen,…
Im Vorfeld wird der Hamburger Klimaschutzfond noch eine weitere Publikation zusammen mit BAUM e.V. veröffentlichen, die sich aber mit der Finanzierung von Energieeffizienzmaßnahmen in der Industrie auseinandersetzt.

Weitere Informationen zu dieser Publikation erhalten Sie auf Anfrage.
Bitte senden Sie eine Mail an Marilyn Heib kontakt@go-for-climate.com

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DESERTEC – Endlich erste richtige Schritte für den Klimaschutz

Schon seit 15 Jahren kämpfen Umweltschützer und Wissenschaftler für ein Projekt, indem die Sahara, eine eh brach liegende Region, als ein großes erneuerbares Energiekraftwerk genutzt werden soll. Grund dafür ist, dass Wind – aber vor allem Solarenergie dort mit höchster Effizienz genutzt werden könnte. Der erzeugte Strom sollte dann vor allem nach Europa transportiert werden.
Nun hat Herr Knies, der als Mitglied des Hamburger Klimaschutzfond mit diesem Projekt begonnen hat, sein Ziel endlich erreicht als Projektleiter des Projektes Desertec.
Zusammen mit führenden Großkonzernen aus Europa und dem Mittelmeerraum wird die DESERTEC Industrial Initiative (DII) den Umbau der Energieversorgung vorantreiben.

Die zentrale Idee des DESERTEC Konzeptes, dass die Wüsten der Erde in weniger als 6 Stunden soviel Energie von der Sonne empfangen, wie die Menschheit in einem Jahr verbraucht, ist dabei die Grundlage. Das Gründungstreffen der DESERTEC Industrial Initiative findet am 13. Juli 2009 auf Einladung der Münchener Rück zusammen mit der DESERTEC Foundation statt.
Etwa 15 Prozent der europäischen Stromversorgung ließen sich beim geplanten Investitionsvolumen über Desertec decken. Das Projekt wäre eine der größten privaten Ökostrom-Initiativen aller Zeiten. Experten schätzen das Projektvolumen auf 400 Milliarden Euro. Davon würde der Bau der solarthermischen Kraftwerke etwa 350 Milliarden Euro verschlingen. Der Rest dürfte in den Bau neuer Gleichstrom-Hochspannungsnetze fließen, die den Strom nach Europa leiten würden.
Go For Climate freut sich ehrlich über den Erfolg von Dr. Knies, es zeigt sich dann doch dass jahrelange harte Arbeit für ein Thema zum Erfolg führen. Wir hoffen, dass auch die Bürger draussen verstehen, dass es nicht um Abzocke geht oder PV auf Ihrem eigenen Dach doch besser wäre. Wir brauchen beides, aber wir brauchen vor allem auch die Bereitschaft von Grosskonzernen wie RWE und Siemens, ihre Gewinne wieder in solch positive Projekte zu stecken statt in Kohlekraftwerke.

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